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18. August 2026

Immobilie mit laufendem Kredit verkaufen – Was Eigentümer beachten sollten

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Immobilie mit laufendem Kredit verkaufen – Was Eigentümer beachten sollten

Ein Immobilienverkauf findet nicht immer erst dann statt, wenn das Haus oder die Wohnung vollständig abbezahlt ist. Ein beruflicher Umzug, eine veränderte familiäre Situation, eine Erbschaft oder eine strategische Neuausrichtung können dazu führen, dass Eigentümer ihre Immobilie mit laufendem Kredit verkaufen möchten.

Grundsätzlich ist ein Verkauf trotz bestehender Immobilienfinanzierung möglich. Allerdings müssen dabei einige zusätzliche Punkte berücksichtigt werden. Besonders wichtig sind die noch offene Darlehenssumme, die Abstimmung mit der finanzierenden Bank und mögliche Kosten für die vorzeitige Ablösung des Kredits.

Sie möchten Ihr Haus oder Ihre Wohnung verkaufen, obwohl die Immobilienfinanzierung noch läuft? Die GWB Makler unterstützen Sie bei der professionellen Immobilienbewertung, entwickeln eine individuelle Verkaufsstrategie und begleiten Sie vom ersten Beratungsgespräch bis zum erfolgreichen Immobilienverkauf.

Kann man eine Immobilie trotz laufendem Kredit verkaufen?

Ja, grundsätzlich können Eigentümer ein finanziertes Haus oder eine finanzierte Wohnung verkaufen. Die bestehende Finanzierung verhindert einen Immobilienverkauf nicht automatisch.

In vielen Fällen ist zugunsten der finanzierenden Bank eine Grundschuld im Grundbuch eingetragen. Für die übliche lastenfreie Übertragung an den Käufer muss geklärt werden, unter welchen Voraussetzungen die Bank der Löschung beziehungsweise Freigabe zustimmt.

Deshalb sollte die bestehende Finanzierung möglichst frühzeitig in die Verkaufsplanung einbezogen werden.

Restschuld vor dem Immobilienverkauf ermitteln

Bevor die Immobilie angeboten wird, sollten Eigentümer zunächst klären, wie hoch die aktuelle Restschuld des Immobilienkredits ist.

Diese Information ist entscheidend, weil sie zeigt, welcher Betrag aus dem Verkaufserlös zunächst für die Ablösung der Finanzierung benötigt wird.

Ein vereinfachtes Beispiel:

Wird eine Immobilie für 400.000 Euro verkauft und beträgt die offene Darlehenssumme noch 180.000 Euro, muss die Restschuld grundsätzlich im Rahmen der Abwicklung berücksichtigt werden. Hinzu können weitere Kosten kommen.

Für Eigentümer ist deshalb nicht nur der Verkaufspreis entscheidend, sondern der Betrag, der nach Ablösung des Kredits und Abzug weiterer Verkaufskosten tatsächlich verbleibt.

Was ist eine Vorfälligkeitsentschädigung?

Wird ein Immobilienkredit vor dem vereinbarten Ende der Zinsbindung zurückgezahlt, kann unter bestimmten Voraussetzungen eine Vorfälligkeitsentschädigung anfallen.

Damit kann die Bank einen finanziellen Nachteil ausgleichen, der durch die vorzeitige Beendigung des Darlehens entsteht.

Ob und in welcher Höhe eine solche Entschädigung anfällt, hängt vom jeweiligen Kreditvertrag und den gesetzlichen Voraussetzungen ab.

Eigentümer sollten deshalb frühzeitig Kontakt mit ihrer Bank aufnehmen und sich eine konkrete Ablösesumme nennen lassen.

Kann der Käufer den bestehenden Kredit übernehmen?

In bestimmten Konstellationen kann geprüft werden, ob eine bestehende Finanzierung übernommen oder anderweitig fortgeführt werden kann. Das ist jedoch keine automatische Option.

Entscheidend sind unter anderem:

  • Zustimmung der finanzierenden Bank
  • Bonität des Käufers
  • Konditionen des bestehenden Darlehens
  • Gestaltung des Kaufvertrags
  • individuelle Finanzierungssituation

In der Praxis wird häufig die bestehende Finanzierung im Zuge des Verkaufs abgelöst und der Käufer finanziert die Immobilie über ein eigenes Darlehen.

Immobilienwert vor dem Verkauf professionell bestimmen

Gerade bei einer noch finanzierten Immobilie ist eine realistische Immobilienbewertung besonders wichtig.

Eigentümer sollten wissen, welcher Verkaufspreis unter den aktuellen Marktbedingungen realistisch erzielt werden kann und wie dieser im Verhältnis zur offenen Restschuld steht.

Bei der Bewertung spielen unter anderem folgende Faktoren eine Rolle:

  • Lage und Mikrolage
  • Grundstücksgröße
  • Wohnfläche
  • Baujahr
  • Zustand der Immobilie
  • Ausstattung
  • energetischer Zustand
  • Modernisierungen
  • aktuelle Nachfrage
  • vergleichbare Immobilienverkäufe

Eine professionelle Wertermittlung schafft damit die finanzielle Grundlage für die weitere Verkaufsentscheidung.

Was passiert, wenn der Verkaufspreis niedriger als die Restschuld ist?

Besondere Aufmerksamkeit ist erforderlich, wenn der erwartete Verkaufserlös nicht ausreicht, um die noch bestehende Finanzierung vollständig abzulösen.

In diesem Fall entsteht eine Finanzierungslücke.

Eigentümer sollten eine solche Situation unbedingt vor Beginn des Verkaufs mit ihrer Bank und gegebenenfalls weiteren fachlichen Beratern klären. Eine professionelle Immobilienbewertung kann frühzeitig zeigen, ob der voraussichtliche Marktwert ausreicht, um die bestehende Restschuld zu decken.

Welche Unterlagen werden für den Verkauf benötigt?

Neben den Informationen zur Finanzierung werden für einen professionellen Immobilienverkauf zahlreiche weitere Dokumente benötigt.

Dazu können beispielsweise gehören:

  • aktueller Grundbuchauszug
  • Energieausweis
  • Grundrisse
  • Flurkarte
  • Wohnflächenberechnung
  • Bauunterlagen
  • Nachweise über Modernisierungen
  • relevante Unterlagen zur bestehenden Finanzierung

Bei Eigentumswohnungen kommen weitere Dokumente wie Teilungserklärung, Wirtschaftspläne, Jahresabrechnungen und Protokolle der Eigentümerversammlungen hinzu.

Je früher diese Unterlagen vollständig vorliegen, desto effizienter kann der Verkaufsprozess vorbereitet werden.

Wie läuft der Verkauf einer finanzierten Immobilie ab?

Der grundsätzliche Ablauf unterscheidet sich nur teilweise von einem klassischen Immobilienverkauf.

Typischerweise erfolgen folgende Schritte:

  1. Aktuelle Restschuld und Kreditbedingungen prüfen
  2. Marktwert der Immobilie ermitteln
  3. Verkaufsstrategie und Angebotspreis festlegen
  4. Verkaufsunterlagen zusammenstellen
  5. Immobilie professionell vermarkten
  6. Kaufinteressenten und Finanzierung prüfen
  7. Kaufvertrag vorbereiten
  8. Ablösung der bestehenden Finanzierung koordinieren
  9. Notarielle Beurkundung durchführen
  10. Kaufpreiszahlung und Eigentumsübertragung abwickeln

Eine frühzeitige Abstimmung zwischen Verkäufer, Käufer, Banken, Makler und Notar kann dazu beitragen, Verzögerungen zu vermeiden.

Warum ein Immobilienmakler beim Verkauf unterstützen kann

Der Verkauf einer finanzierten Immobilie bringt zusätzliche organisatorische Anforderungen mit sich. Gleichzeitig muss ein realistischer Verkaufspreis gefunden und die Immobilie professionell am Markt positioniert werden.

Ein erfahrener Immobilienmakler unterstützt Eigentümer beispielsweise bei:

  • professioneller Immobilienbewertung
  • Analyse der regionalen Marktsituation
  • Festlegung einer passenden Preisstrategie
  • Zusammenstellung der Verkaufsunterlagen
  • Erstellung eines hochwertigen Exposés
  • Vermarktung der Immobilie
  • Koordination von Besichtigungen
  • Prüfung ernsthafter Kaufinteressenten
  • Preisverhandlungen
  • Vorbereitung des Verkaufs bis zum Notartermin

Gerade bei einem bestehenden Immobilienkredit ist eine strukturierte Verkaufsplanung besonders wichtig.

Verkauf nicht ausschließlich vom offenen Kredit abhängig machen

Manche Eigentümer warten mit dem Verkauf, weil ihre Immobilie noch nicht vollständig abbezahlt ist. Das muss jedoch nicht automatisch die wirtschaftlich beste Entscheidung sein.

Entscheidender ist das Gesamtbild aus:

  • aktuellem Immobilienwert
  • verbleibender Restschuld
  • Finanzierungskonditionen
  • möglichen Ablösekosten
  • aktueller Marktsituation
  • persönlicher Lebenssituation

Erst wenn diese Faktoren bekannt sind, lässt sich fundiert beurteilen, ob ein Verkauf aktuell sinnvoll ist.

Fazit: Auch eine finanzierte Immobilie lässt sich erfolgreich verkaufen

Eine laufende Finanzierung steht einem Immobilienverkauf grundsätzlich nicht im Weg. Eigentümer sollten jedoch frühzeitig ihre Restschuld ermitteln, die Kreditbedingungen prüfen und den aktuellen Marktwert ihrer Immobilie kennen.

Mit einer professionellen Immobilienbewertung und einer sorgfältig geplanten Vermarktung lässt sich der Verkaufsprozess strukturiert vorbereiten. Die konkrete Ablösung der Finanzierung sollte dabei rechtzeitig mit der Bank und den beteiligten Fachstellen abgestimmt werden.

 

Sie möchten wissen, ob der aktuelle Marktwert Ihrer Immobilie die noch offene Finanzierung übersteigt? Lassen Sie Ihre Immobilie professionell bewerten und schaffen Sie eine fundierte Grundlage für Ihre Verkaufsentscheidung.

 

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